Googlet man im Internet nach Abenteuer stößt man früher oder später auf – mehr oder weniger kluge – Sprüche, Wortspiele und Redewendungen. Bei einem Zitat bin ich hängen geblieben: „Abenteuertouristen zieht es zu Orten, wo sie nichts zu suchen haben.“ Das Zitat stammt von Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger. Der 1933 geborene deutscher Chemiker ist unter anderem Mitglied der Enquête-Kommission für Gentechnik des Deutschen Bundestages und wurde für sein Engagement bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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An dem Zitat ist viel dran. Irgendwie klingt es richtig. Und gleichzeitig kann ich ihm nicht vollends zustimmen. Gibt es wirklich Orte, an denen wir nichts zu suchen haben? Wenn ja, welche sind das? Was ist ein Abenteuertourist? Was ist überhaupt ein Abenteuer? Und muss ich wirklich an Orte gehen, an denen ich nichts zu suchen haben, um ein echter Abenteuer zu werden?

Die letzte Frage kann ich mit einem entschlossenen Nein beantworten. Wikipedia beschreibt das Abenteuer als „eine risikoreiche Unternehmung“, die sich stark vom Alltag unterscheidet. Und ergänzt im Anschluss: „Es geht um das Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas Wagnishaltiges zu unternehmen, das interessant, faszinierend oder auch gefährlich zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist.“ Dieser Definition zu Folge ist jede Fernreise ein Abenteuer. Und genau so sehe ich das auch. Für jede Fernreise muss ich mein gewohntes Umfeld, meinen Alltag hinter mir lassen, um etwas Interessantes, Faszinierendes und gelegentlich auch Risikoreiches zu erleben.

Aber muss eine Fernreise immer gefährlich sein? Reise ich allein, ohne Begleitung oder Reiseführer, in gewisse Länder oder Regionen, ist eine gewisse Gefahr sicherlich vorprogrammiert. Man könnte jedoch auch argumentieren, dass die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, dass mir dann etwas zustößt, kaum größer ist, als zuhause im Straßenverkehr, beim Einkauf oder Sport. Noch geringer werden jegliche Risiken, wenn ich meine Fernreise als Pauschalurlaub buche. Exoticca Reisen bietet beispielsweise solche Reise an. Und die Reiseziele sind keineswegs langweilig. Im Gegenteil: Da sind richtige Abenteuerziele aus Afrika, Amerika und Asien dabei.

Nehmen wir zum Beispiel die Nepal Rundreise. „Für diejenigen, die nach Indien reisen, ist Nepal sowas wie die asiatische Schweiz. In dem Himalaja-Land gibt es reichlich ewigen Schnee, Wälder und Flüsse. Außerdem befindet sich innerhalb seiner Grenzen der Everest, der höchste Berg der Welt, so wie sieben der vierzehn Gipfel weltweit, die die achttausend Meter Höhe übertreffen.“ schreibt der Anbieter über das Land. Und genau so ist es auch. Ob Individualreise oder Pauschalangebot all inclusive. Das Land bleibt dasselbe und auch das Abenteuer, lässt sich davon nicht stören.